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Dieser Fachbegriff steht für das Druckgeschwür oder das so genannte Wundliegen. Gemeint ist damit eine Schädigung der Haut, hervorgerufen durch Druck oder Scherkräfte. Des Weiteren sind Risikofaktoren von maßgeblicher Bedeutung bei der Entstehung eines Dekubitus. Diese werden in extrinsische (Druck, Scherkräfte) und intrinsische (akute Erkrankungen, Ernährung, Mobilität, Medikamente,…) Faktoren unterteilt. Die Folge ist eine Unterversorgung der Haut und des darunter liegenden Gewebes, mit der Möglichkeit eines Dekubitus (Romanelli et al., 2006).

Druck kann von innen (Knochenvorsprünge liegen unter dünnem Unterhautfettgewebe) oder von außen (Matratze, Falten im Leintuch, Schuhe usw.) verursacht werden.

Scherkräfte wirken parallel zum Gewebe und entstehen wenn der Betroffene beispielsweise beim Sitzen gemäß der Schwerkraft nach unten rutscht, während die Haut in der ursprünglichen Position bleibt. Das führt zur Verschiebung von Gewebeschichten und kann diese Schichten dehnen und letztendlich einreißen.

Ein Dekubitus kann sich prinzipiell an jeder Körperstelle entwickeln. Besonders gefährdet sind Körperstellen, bei denen direkt unter dünnem Unterhautfettgewebe konvexe Knochenvorsprünge liegen, z.B. Hinterkopf, Schulterblatt, Hüftknochen, Sitzbein, Ferse, etc. Darüber hinaus können sie sowohl an der Hautoberfläche als auch in der Gewebstiefe entstehen. Je nach Ausmaß werden die betroffenen Stellen in Dekubitusgrade, Kategorien oder Stufen eingeteilt. Das erste Zeichen eines bereits entstandenen Dekubitus ist die vorhandene und anhaltende Rötung (Cherry et al., 2010).

Die Österreichische Gesellschaft für Dekubitusprävention orientiert sich hinsichtlich der Gradeinteilung des Dekubitus an der Definition der European Pressure Ulcer Advisory Panel (EPUAP) und National Pressure Ulcer Advisory Panel (NPUAP).
     
  Literatur:

CHERRY G., HUGHES M. (2010): The Second Oxford European Wound Healing Course Handbook. Positif Press, Oxford

European Pressure Ulcer Advisory Panel (EPUAP) and National Pressure Ulcer Advisory Panel (NPUAP). Prevention and Treatment of pressure ulcers: Quick Reference Guide. Washington DC: National Pressure Advisory Panel; 2009

Deutsche Übersetzung: Leitlinie Dekubitus Prävention: Eine Kurzanleitung. European Pressure Ulcer Advisory Panel and National Pressure Ulcer Advisory Panel; 2010

ROMANELLI M., CLARK M., CHERRY G., COLIN D., DEFLOOR T. (2006): Science and Practice of Pressure Ulcer Management. London, Springer-Verlag
 
     

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